Grußwort

dsc03237Wir sind eine Gruppe von Hamburger Bürgern, die sich für den Erhalt der Hamburger niederdeutschen Sprache als Alltagssprache einsetzt,
.             das Hamburger Platt.
Die niederdeutsche Sprache wurde von der Europäischen Union unter besonderen Schutz gestellt, und auch die Stadt Hamburg hat sich verpflichtet, ihren Beitrag dazu zu leisten.

Zwei Generationen wurden erzogen gutes Hochdeutsch zu sprechen.
Platt galt als einfältig, Sprache für Ungebildete, nahezu primitiv.
Wer etwas aus seinem Leben machen wollte, musste einwandfreies Hochdeutsch
in Wort und Schrift können. Erst sehr spät erkannte man, dass die niederdeutsche Sprache eine eigene Sprache ist mit eigener Grammatik und zahlreichen Dialekten.
Sie war einst Welthandels-Sprache.

Nun erfährt sie ihr Comeback in zahlreichen Liedern, Gedichten, Kurzgeschichten, Theaterstücken, Lesungen und sogar als Unterrichtsfach in unseren Schulen.
Wer plattdeutsch auf Lehramt studiert, hat heute bessere Chancen auf eine Festanstellung.

Solange die Generation noch lebt, die platt als Alltagssprache beherrscht, möchten wir die Zeit sinnvoll nutzen und den Dialog zwischen jung und alt fördern.
Wir unterstützen Menschen, die in die Schulen und Kitas gehen möchten,
damit die Kinder die Aussprache erleben können.

„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“, sagt der Volksmund.
So erleben wir tatsächlich zwei Generationen, die platt zwar verstehen können,
aber nie gelernt haben, es zu sprechen und sich damit auch sehr schwer tun.
Deshalb wenden wir uns mit einem Buchprojekt an unsere Hänschen,
alle Jungs und Deerns, die in Hamburg zur Welt kommen, ganz gleich
aus welchem Land ihre Eltern stammen.
Wir möchten diese neuen Hamburger Bürger willkommen heißen in der schönsten Stadt der Welt und ihnen Heimat sein auf ihrem Lebensweg, hinaus durchs Tor zur Welt und wieder hinein, mit allem, was einen Hamburger aus macht.
Dazu sammeln wir für das Büchlein plattdeutsche Lieder und Reime
für Kinder bis 3 Jahre, beginnend mit dem Gruß der Sonne am Morgen
bis zum Wiegenlied, begleitend durch das Jahr, seine Jahreszeiten und seine Feste,
und die tiefe Liebe zu Hamburg, Hafen und Reeperbahn, eben alles,
was wir an Hamburg lieben.

Jeder, der seinen Beitrag leisten möchte, ist herzlich willkommen.
Das kann ein kleiner Beitrag sein mit einem Lied oder Gedicht,
aber auch gern ein großer mit der Finanzierung der Bücher oder der Patenschaft
eines Buches für einen neuen Bürger Hamburgs, jeder wie er kann und mag.

So hoffen wir, dass es eines Tages möglich sein wird, wirklich jeden in Hamburg geborenen neuen Bürger mit diesem Buch begrüßen zu können und ihm die tiefe Liebe
zu seiner Heimatstadt mit auf den Lebensweg geben zu können.

Es grüßt euch mit  „Hummel, Hummel“
Margit Ricarda Rolf
.        – Initiatorin –

Grußwort

Wi sünd een Reeg vun Lüüd, vun Hamborger Börger, de sik  dorför insetten dot, dat in Hamborg de nedder-düütsche Sprook, uns Hamborger Platt, ok wedder mehr in Oldag snackt warrt. De nedderdüütsche Sprook is vun de „ Europäische Union“ ünnern besünnern Schutz stellt worrn, ok in Hamborg mookt se mit.

Twee Generationen hebbt se de Kinner ertrocken man nur Hoochdüütsch to snacken, Plattdüütsch weur minnachtig ankeken, een Sprook, de man nur vun „de dor ünnen“, snackt warrt. Keen dat wat in sien Leven to wat bringen wull, müss man nur goodes Hoochdüütsch schrieven un snacken köön. Tämlich loot hebbt se markrt, man noch nich to loot, dat de nedderdüütsche Sprook een eegen Spook is, mit ehr egen Grammatik  un mit barg Dialekten is.  Nu schient dat so as wenn sik  hier wedder wat ännern deit, Theoterstücken, een barg Leeder, Riemels, Kottgeschichen, dor warrt ok foken wat vörleest  un sogor in de School kann een dat as Ünnerrichtsfach finnen. Keen hüüt op Lehramt studeret,

kann good op een Fastanstellung reken. Solang noch welk vun de Generation leven dot, de ok noch in Oldag Plattdüütsch snacken dot, müchen wi uns de Tied to nutz moken un verseukenJung un Old tosomentobrin-gen. Wi wüllt Minschen hölpen, de in de Schooln un Kinnergorns gohn wüllt, dormit de Kinner düsse Sprook ok  heurn köönt.

„ Wat Lütt -Hans nich lehrt, warrt he as Hans ok nich könen“, so warrt seggt. Wi erlevt twee Generationen, de twors Platt verstoht , overs mehrstendeels nich lehrt hebbt ok  Platt to snacken un se dot sik ok swoor dormit. Dorüm wüllt wi mit een Bookprojekt an de Kinner, an all Jungs un Deerns wennen, de in Hamborg op de Welt komen sünd , egol wo jümmer Öllern herkomen dot.

Wi müchen düsse neen Hamborger Börger willkomen heten in de scheunste Stadt vun de Welt, de jüm een Heimot sien schall op ehrn Levensweg, dörch dat Door to Welt ruut un wedder rin, mit allens wat een Hamborger utmoken deit..

Hier för sammelt wi för dütt lütt Book plattdüütsche Leeder un Riemels för Kinner, ok all för lütte Kinner. Anfungen mit een Gruß an de Sünn freumorgens, bit tum Weegenleed un dörch dat heele Johr mit sien  Johrestieden  un sien Festdoog,un de deepe Leev to Hamborg, Hoben un Reeperbohn, even allens wat wi an Hamborg  leeven dot.

Elkeen de dorbi helpen müch is hartlich willkomen, dat kann een lütten Bidrag sien mit een Leed or Riemel, man ok geern beten grötter un us hölpen bi de Finan-zierung vun de Böker, man dat kann ok een Patenschaft.siein  Elkeen so as he dat kann.

So wüllt wi hopen, dat dütt allens eenes Doogs meuglich warrt un elkeen neen Börger mit dütt lütt Book gooden Dag seggt warrt un em mit deepe Leev to sien Heimotstadt mit op sien Levensweg geven warrt..

Wi greut jüm all mit „Hummel-Hummel“
Margit Ricarda Rolf
.        – Initiatorin –

Ins Plattdeutsche übertragen
von  
Hans-Joachim Mähl

Und dafür, lieber Jochen, ganz herzlichen Dank.
Ricarda

… und endlich ist es da (sichtbar):   Das TOR zur großen Welt !
Karl-Peter

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